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Nach dem Verfassungsschutz: Plädoyer für eine neue Sicherheitsarchitektur der Berliner Republik

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Seit dem NSU-Skandal steckt der Verfassungsschutz in einer tiefen Vertrauens- und Sinnkrise. Zahlreiche Untersuchungsausschüsse brachten Erschreckendes zu Tage. Doch längst sind nicht alle Fragen zur Verstrickung des Dienstes ins Neonazi-Milieu beantwortet. Claus Leggewie und Horst Meier analysieren den "Verfassungsschutz" als Fehlkonstruktion der westdeutschen Demokratiegründung – und entwerfen eine Alternative zu einem nutzlosen bizarren Geheimdienst, der regelmäßig Skandale hervorbringt, die Bürgerrechte gefährdet und als "Frühwarnsystem" kläglich versagt. Der Millionen verschlingt und den niemand braucht – schon gar nicht eine selbstbewusste Demokratie.

"Anstelle eines ideologisch motivierten Verfassungs-

schutzes müsse morgen ein gefahrenorientierter

Republikschutz treten, fassen die Autoren ihre liberale

Reformperspektive zusammen. Mit diesem Ansatz wird

die Streitschrift von Claus Leggewie und Horst Meier in

der Diskussion eine wichtige Rolle spielen."

Hendrik Wassermann, Recht & Politik, 1/ 2019